
Als das Ursprungsland des Tülls gilt Frankreich. Der Stoff kam dort im 19. Jahrhundert auf. Damals waren besonders die Stadt Tulle und die sie umgebende Region für die Tüllherstellung bekannt. Der Stoff ist netzartig aufgebaut, er wird für die Herstellung von Gardinen und für Unterwäsche verwendet. Er kann glatt oder gestreift sein, Muster aufweisen, oder sogar mit bunten Blumen bestickt werden. Dann wirkt der Tüll besonders edel. Anfang des 20. Jahrhunderts trug die Damenwelt der gehobenen Schichten am Hut einen Schleier, der aus hochwertigem Tüll gefertigt wurde.
Ein Tüllrock wird bei Kleidern, besonders aber beim Brautkleid, dazu verwendet, Weite zu erzeugen. Es ist für die Braut nicht einfach, zum Hochzeitstag die passende Kleidung zu wählen. Ein Tüllrock sorgt dafür, dass das Outfit am schönsten Tag des Lebens leicht und locker wirkt. Das passt gut zum Hochzeitsfest und macht der Braut die Entscheidung für einen derartigen Stil eventuell etwas leichter. In Verbindung mit Stoffen wie Organza oder Chiffon wirkt das Kleid der Braut weiblich und weich. Gleichzeitig hat die Frau ein angenehmes Tragegefühl, da diese Stoffe verhältnismäßig leicht sind.
Brautkleider mit verschiedenen Tüllröcken sind bei zahlreichen Anbietern zu erwerben. Die Firma Braut und Abend hat z. B. ein wadenlanges, modernes Brautkleid im Katalog. Es kostet ca. 320,00 Euro. Die Herstellung erfolgt in Maßanfertigung für die Trägerin, deshalb ist mit einer Lieferzeit von bis zu 30 Tagen zu rechnen.
Viele Brautkleider aus Tüll werden auch gebraucht verkauft. Hier ist es sogar möglich, Kleider für ca. 100,00 Euro zu erwerben. Ein Schneider kann sie bei Bedarf für die neue Trägerin ändern (Preise Oktober 2011).
